Women's committee
Mitglieder des Frauenausschusses erklären sich mit den Hafenbeschäftigten bei Patrick solidarisch

ITF-Frauen verstärken ihr Engagement für das IAO-Übereinkommen über Gewalt

Die Ausweitung praktischer Maßnahmen zur Sicherung des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Gewalt und Belästigung gegen Frauen und Männer am Arbeitsplatz war eines der zentralen Ziele, auf die sich der ITF-Ausschuss für Arbeitnehmerinnen in der Verkehrswirtschaft auf seiner Sitzung am 24. und 25. April 2017 in London (Großbritannien) festlegte.

Die Mitglieder des ITF-Frauenausschusses beschlossen, die Gewerkschaften in ihren Ländern bei der Sammlung von Erfahrungsberichten von Beschäftigten zu unterstützen, um der IAO stichhaltiges Beweismaterial für die Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen auf Beschäftigte und ihre Arbeitsplätze vorzulegen. Sie vereinbarten ferner, Gewerkschaftsmitglieder und -funktionär/innen zur Beteiligung an den ITF-Recherchen zu Gleichstellungsfragen im Verkehrssektor aufzufordern. Diese sollen die Gewerkschaften dabei unterstützen, bei ihren Regierungen und Gewerkschaftsdachverbänden Überzeugungsarbeit für das Übereinkommen zu leisten.

Weibliche Beschäftigte müssten im Mittelpunkt des Schwerpunktprogramms der ITF stehen, und die Kampagne Unser öffentlicher Verkehr setze neue Maßstäbe, so die Teilnehmerinnen.

Wilma Clement von der Barbados Workers' Union erklärte: "Der öffentliche Verkehr ist in Barbados sehr wichtig, aber es gibt immer weniger Arbeitsplätze für Frauen. Diese Sitzung half uns zu verstehen, was in der ganzen Welt vor sich geht. Wir wissen, dass es Menschen gibt, an die wir uns wenden können, wenn wir Hilfe brauchen, und die Strategien für unseren Widerstand gegen alle negativen Aspekte im öffentlichen Verkehrssektor entwickeln."

Der Ausschuss legte zwei Schwerpunktthemen für die weltweite ITF-Konferenz für Arbeitnehmerinnen in der Verkehrswirtschaft fest, die am 7. und 8. November 2017 in Marrakesch (Marokko) stattfinden wird:

  • Stärkung der wirtschaftlichen Macht weiblicher Verkehrsbeschäftigter: Beseitigung geschlechtsspezifischer beruflicher Segregation in der globalen Verkehrswirtschaft; und
  • Stärkung gewerkschaftlicher Maßnahmen gegen Gewalt an weiblichen Verkehrsbeschäftigten: global, regional, national und auf Branchenebene.

Die ITF-Beauftragte für weibliche Verkehrsbeschäftigte und Gleichstellung Jodi Evans beleuchtete die Frage, wie sich revolutionäre Technologien für weibliche Verkehrsbeschäftigte in Zukunft auswirken werden. Die Verkehrswirtschaft sei im Hinblick auf die Erwerbstätigkeit von Frauen und berufliche Geschlechtersegregation bereits ein "globaler Dinosaurier", so Evans. Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen seien entschlossen, die Machtstrukturen des Sektors in die Pflicht zu nehmen, um das Verschwinden weiblicher Beschäftigter aus dem Verkehrssektor im Zuge der künftigen Entwicklung der Arbeit zu verhindern und Frauen zu gleichberechtigten Bedingungen in der Branche willkommen zu heißen, so Evans weiter.

Der Ausschuss erklärte sich mit dem Widerstand australischer Hafenbeschäftigter gegen gewerkschaftsfeindliche Maßnahmen des Hafenbetreibers Patrick solidarisch.

Weitere Berichte von der Sitzung gibt es auf Facebook und Twitter unter #ITFwomen.

Informiere dich über die ITF-Kampagne Unser öffentlicher Verkehr und verfolge die aktuellen Meldungen auf Facebook and Twitter unter #OurPublicTransport.

Fordere deine Gewerkschaft auf, sich an den ITF-Recherchen zu Gleichstellungsfragen zu beteiligen, möglichst noch vor September 2017, da die nationalen Dachverbände bis dahin den IAO-Fragebogen beantworten sollten.

 

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