Erstes Netzwerk für HIV-positive Seeleute ins Leben gerufen

Auf den Philippinen wurde mit technischer und finanzieller Unterstützung durch die ITF und die ihr angeschlossene philippinische Gewerkschaft AMOSUP das erste Netzwerk für HIV-positive Seeleute eingerichtet.

Es nennt sich Positibong Marino Philippines und wurde offiziell als Selbsthilfe- und Unterstützungsgruppe für infizierte Seeleute eingetragen. Das Netzwerk wird mit der ITF, ihren Mitgliedsgewerkschaften und der Joint Manning Group (JMG) auf den Philippinen zusammenarbeiten. Sein Ziel ist die Verteidigung der Rechte HIV-positiver Seeleute, die aufgrund ihres gesundheitlichen Problems Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu finden. AMOSUP hat das Netzwerk begrüßt und ihm Büroräume im Sitz der Gewerkschaft in Manila zur Verfügung gestellt.

Der Vorsitzende des neuen Netzwerks, Jebsen Gamido, erklärte: "Ich bin seit sieben Jahren HIV-positiv und habe mich angesteckt, bevor ich das erste Mal als Deckkadett auf einem Schiff mitgefahren bin. Im Lauf der Jahre musste ich viele Schwierigkeiten überwinden, um auf Schiffen Arbeit zu bekommen. Deshalb engagiere ich mich beim Aufbau dieses Netzwerks für HIV-positive Seeleute auf den Philippinen. Es bietet allen Betroffenen ungeachtet ihrer Nationalität psychischen und rechtlichen Beistand."

"Wir werden gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung im HIV/Aids-Bereich vorgehen und für unsere Rechte kämpfen, vor allem auf den Philippinen, wo eine Diskriminierung auf Grundlage einer HIV-Erkrankung gesetzlich verboten ist."

"Die ITF hat uns schon von Anfang an zur Seite gestanden. Wir hoffen, sie wird uns auch weiterhin unterstützen, wenn wir zu einem starken Netzwerk gegen Ungerechtigkeit und Schikanen anwachsen und unsere Rechte verteidigen."

Die ITF-Koordinatorin für maritime Industrien Jacqueline Smith begrüßte das Netzwerk und würdigte Jebsen Gamido für sein Engagement und seine harte Arbeit. Die ITF, fügte Smith hinzu, setze sich dafür ein, dass Seeleute gesund und zufrieden seien. Sie gehe gegen die fortgesetzte Stigmatisierung und Diskriminierung von Beschäftigten mit HIV/Aids vor und werde Positibong Marino Philippines weiterhin mit Stolz unterstützen. Zudem hoffe sie, dass andere Gewerkschafts- und Gesundheitsaktivist/innen diesem Beispiel folgen würden.

Über die Aktivitäten des Netzwerks könnt ihr euch auf Facebook unter @Positibong.MarinoPhil informieren.

Die Wellbeing-App der ITF für Seeleute kann hier heruntergeladen werden. Sie informiert umfassend über HIV und Aids.

Mehr über die HIV/Aids-Arbeit der ITF-Gewerkschaften gibt es hier.

 

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