Russia women leadership
Teilnehmerinnen des ITF-Programms "Wandel bewirken" in Russland

Anregender Führungskräfte-Workshop für weibliche Gewerkschaftsmitglieder in Russland

30 Frauen aus russischen Bahngewerkschaften und bulgarischen Verkehrsgewerkschaften trafen in der vergangenen Woche in Moskau (Russland) zum Erfahrungsaustausch mit Ekaterina Yordanova und Olga Vakuleno, Mitgliedern des ITF-Ausschusses für Arbeitnehmerinnen in der Verkehrswirtschaft, zusammen.

Die Gewerkschafterinnen nahmen am Programm "Wandel bewirken" teil, das die ITF in Partnerschaft mit dem Programm für Arbeit und Arbeitsleben der Juristischen Fakultät der US-amerikanischen Universität Harvard aufgelegt hat.

Die Veranstaltungen vom 20. bis 24. Juli 2015 umfassten Führungskräfteschulungen sowie Fortbildungen in strategischer Planung und Kommunikation. Alle Teilnehmerinnen hielten eine persönliche Präsentation über gewerkschaftliche Organisierungs- und Verhandlungskampagnen unter Anwendung der in den Kursen erworbenen Techniken. Dr. Elaine Bernard von der Universität Harvard und die Vorsitzende der Föderation der Verkehrsgewerkschaften Bulgariens Ekaterina Yordanova führten die Schulung mit Unterstützung von Janina Malinovska, der stellvertretenden Sekretärin der ITF-Binnenverkehrssektionen, durch.

Zum Auftakt des Programms erklärte Nikolai Nikiforow, ITF-Vorstandsmitglied und Präsident der Gewerkschaft der Eisenbahner und Transportwegebauer Russlands: "40 Prozent der Beschäftigten bei der staatlichen russischen Bahngesellschaft RZD sind Frauen, und in jeder Abteilung des Unternehmens gibt es Frauenstrukturen."

"Die Führungsspitzen der lokalen Gewerkschaften bestehen zu über 60 Prozent aus Frauen. Frauen sind disziplinierter und aktiver als Männer, wenn es um die Lösung von Lohnkonflikten und sonstigen Problemen geht. Der Kollektivvertrag mit der RZD enthält Sonderklauseln für die Gewährleistung von Mutterschafts- und Erziehungsrechten."

Die ITF-Koordinatorin für Frauenfragen Alison McGarry erklärte, dass sich das Programm "Wandel bewirken" extrem positiv entwickle und entscheidend dazu beitrage, Frauen zusammenzuführen, um sich auszutauschen, Anregungen zu gewinnen und die Kompetenzen und das Selbstvertrauen zu entwickeln, dass sie für die Wahrnehmung leitender Aufgaben und einflussreicher Positionen in ihren Gewerkschaften brauchen.

Im April 2015 zeigten weibliche Führungskräfte von ITF-Gewerkschaften aus 27 Ländern bei einem Treffen in London (Großbritannien) ihre Entschlossenheit, sich weiter für den Aufbau gewerkschaftlicher Stärke einzusetzen, Diskriminierung entgegenzutreten und neoliberale Austeritätspolitik zu bekämpfen. Weitere Informationen >>

Die ITF-Materialpacks für weibliche Beschäftigte bieten Anleitungen für den Aufbau starker Gewerkschaften, in denen Frauen auf allen Ebenen repräsentiert sind.

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