ITF_gender_and_climate_change_conference_Nairobi
Teilnehmer/innen des Gender- und Klimawandel-Workshops in Nairobi (Kenia)

Workshop für mehr Geschlechtergleichheit und einen Gesinnungswandel in den Gewerkschaften

14 Frauen aus 13 afrikanischen Nahverkehrsgewerkschaften nahmen an einem von der ITF und der FES ausgerichteten Workshop über Gender-Fragen teil.

Ziel des Workshops war es, die Frauen zu rüsten für die Gender-Arbeit innerhalb ihrer Gewerkschaft, damit bei neuen Initiativen künftig auch die Belange weiblicher Beschäftigter und Fahrgäste Berücksichtigung finden.

Die Teilnehmerinnen des Workshops, der vom 25. bis 27. September 2014 in Nairobi (Kenia) stattfand, diskutierten über Themen wie die Notwendigkeit einer Ausbildung für Frauen, um qualifizierte Arbeiten übernehmen zu können, angemessene Beschäftigungsbedingungen, die der Rolle der Frauen zu Hause und in ihrer Gemeinschaft Rechnung tragen (z.B. bei der Schichtarbeit), sowie ergonomische Sitze und andere Ausrüstung speziell für Frauen.

Unter den Referent/innen war Alfred Omenya von EcoBuild Africa mit einem Vortrag über "Klimawandel: Wissenschaft und Politik" und Kevin Kinusu von der Hivos Foundation, der über den "Aufbau von Allianzen über den Arbeitsplatz hinaus" sprach. Die ITF-Vertreter/innen gingen auf die Initiativen der ITF zur Verbesserung der Bedingungen von Frauen im öffentlichen Personennahverkehr wie der Kampagne "Unser öffentlicher Verkehr" und der jährlichen Aktionswoche im Oktober ein.

Maryam Jummai Bello, Vertreterin der National Union of Road Transport Workers in Nigeria und Subregionalkoordinatorin im Frauenausschuss der ITF, erklärte: "Gewerkschaftliche Maßnahmen gegen den Klimawandel sind dringend notwendig. Vor allem aber müssen sie Frauen in jedem Bereich einbinden. Auf einem toten Planeten gibt es keine Arbeitsplätze mehr. Wenn die Staaten den öffentlichen Personennahverkehr ausweiten und verbessern, sinken die Emissionen und entstehen Millionen neuer Arbeitsplätze. Wir wollen, dass der öffentliche Personennahverkehr den Bedürfnissen von Beschäftigten und ihrer Gemeinschaften – Männern wie Frauen – Rechnung trägt. Das Verkehrswesen ist nicht gender-neutral."

Die Frauen werden nun auf ihre Gewerkschaften einwirken, damit sie die bei den Planungssitzungen erarbeiteten kurz- und mittelfristigen Zielsetzungen umsetzen. Dazu zählen u: a.: Schulungen über die Folgen des Klimawandels für Frauen und die Chancen, die er mit sich bringt; die Arbeit mit Kolleginnen und Kollegen zur Überwindung von Hemmnissen, die den Frauenaktivitäten im Weg stehen, etwa ihren Zugang zu Führungspositionen; und die Knüpfung von Beziehungen zu Klimawandelaktivist/innen aus anderen der ITF angeschlossenen afrikanischen Gewerkschaften.