Organisierung weiblicher informell Beschäftigter in Afrika

Aktive weibliche Gewerkschaftsmitglieder aus Kenia, Tansania und Uganda nahmen in der vergangenen Woche in Kampala (Uganda) an einer Bildungsveranstaltung teil, um praktische Techniken zur Stärkung des gewerkschaftlichen Einflusses weiblicher Verkehrsbeschäftigter zu erwerben.

Der Workshop fand im Rahmen des ITF-Projekts für Beschäftigte im informellen Verkehrssektor statt und wurde von FNV Mondiaal unterstützt. Die meisten Teilnehmerinnen sind selbst im informellen Sektor tätig, zum Beispiel als Fahrerinnen, Schaffnerinnen oder Fahrscheinverkäuferinnen.

Auf der Veranstaltung wurden sie in Kartierungstechniken unterrichtet, um die Tätigkeitsfelder informeller Verkehrsbeschäftigte in ihrem örtlichen Umfeld zu ermitteln. Zur praktischen Einübung führten die Teilnehmerinnen Interviews mit weiblichen Beschäftigten in einem der zentralen Busterminals in Kampala. Auf Grundlage der ermittelten Informationen erstellten sie u. a. Profile der Lebensgrundlagen, wichtiger Probleme am Arbeitsplatz und potenzieller Verhandlungspartner.

Darüber hinaus tauschten sich die Teilnehmerinnen über Methoden zur Rekrutierung weiblicher Gewerkschaftsmitglieder aus und entwickelten anhand des ITF-Handbuchs für die Organisationsarbeit entsprechende Strategien. Zum Abschluss der Veranstaltung arbeiteten sie ein detailliertes Konzept für die Erhebung von Informationen und den Gewerkschaftsaufbau in ihren jeweiligen Herkunftsländern für die nächsten zwölf Monate aus.
 
Während des Workshops gaben fünf Organisationen informell Beschäftigter ihren Beitritt zur Amalgamated Transport and General Workers' Union (ATGWU) in Uganda bekannt, Gastgeberorganisation der Veranstaltung und eine der beratenden Gewerkschaften der ITF beim Aufbau von Gewerkschaften für Verkehrsbeschäftigte im informellen Sektor. 

Die stellvertretende ITF-Regionalsekretärin für Afrika Anna Karume erklärte: "Als führende und aktive Gewerkschaftsmitglieder müssen wir alle die Verantwortung sehr ernst nehmen, unsere Organisationen für informell Beschäftigte zu öffnen. Wir müssen dazu beitragen, dass unsere Gewerkschaften Beziehungen zum informellen Sektor aufbauen. Ich bin gespannt darauf, wie die Teilnehmerinnen des Workshops das in Kampala erworbene Wissen in die Praxis umsetzen werden."

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