International_womens_day_2014

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8. März 2014 – Internationaler Frauentag

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Kampf für die Rechte weiblicher Verkehrsbeschäftigter

  • über die Kampagne

    Die ITF beteiligt sich jedes Jahr am Internationalen Frauentag mit dem Ziel, die Rechte weiblicher Verkehrsbeschäftigter zu sichern, und ihre Präsenz und Partizipation in der Gewerkschaftsbewegung zu stärken.

    Der Frauentag bietet eine Gelegenheit für Gewerkschaften in aller Welt – Männer und Frauen – zusammenzustehen, ihre weiblichen Mitglieder zu unterstützen und die Anliegen und Probleme weiblicher Beschäftigter in allen Bereichen des Verkehrssektors in Angriff zu nehmen.

    In diesem Jahr riefen wir die uns angeschlossenen Gewerkschaften neben anderen Aktivitäten zur Solidarität mit den Beschäftigten bei Qatar Airways auf.

    Warum Qatar Airways (QR)?

    1. Frauen müssen ihren Arbeitgeber um Erlaubnis bitten, heiraten zu dürfen

    Ja, du hast richtig gelesen. Die weiblichen Beschäftigten bei QR dürfen nicht einfach heiraten, sondern müssen dafür das Einverständnis ihres Arbeitgebers haben. Frauen, die erst fünf Jahre oder weniger bei QR beschäftigt sind, dürfen nicht heiraten. Basta.

    2. Schwangere werden entlassen

    Bei Qatar Airways gibt es keinen Mutterschaftsurlaub – Schwangerschaft bedeutet Kündigung. Frauen, die ihren Arbeitgeber nicht über ihre Schwangerschaft unterrichten oder sie verbergen, begehen Vertragsbruch – ebenfalls ein Kündigungsgrund. Laut Vertrag kann das Unternehmen das Beschäftigungsverhältnis ab dem Tag der Bekanntgabe der Schwangerschaft beenden.

    3. Frauen dürfen sich in der Öffentlichkeit nicht in männlicher Begleitung zeigen

    Frauen, die nicht den internen Beförderungsdienst von Qatar Airways in Anspruch nehmen, dürfen am Arbeitsplatz nicht von einem Mann abgeholt oder abgesetzt werden, der nicht ihr Vater, Bruder oder Ehemann ist.

    4. Kontaktfreudig? Tja, dann fliegst du raus

    Laut uns vorliegenden Berichten wurden weibliche Beschäftigte bei Qatar Airways schon gefeuert, weil sie Fotos von sich selbst bei Facebook posteten. 

    Weibliche Beschäftigte verdienen eine bessere Behandlung. Starke Gewerkschaften brauchen bekanntlich Frauen – und wir sind der Ansicht, dass starke Unternehmen die Rechte der Frauen respektieren.

    Weltweite Gewerkschaftsproteste

    ITF-Gewerkschaften schickten Protestbriefe und E-Mails an Qatar Airways, und rund um den Globus wurden Aktionen organisiert, um die Öffentlichkeit auf die Probleme der Beschäftigten bei Qatar aufmerksam zu machen.

    Gewerkschaften in folgenden Länder beteiligten sich an den Protesten: Äthiopien, Argentinien, Australien, Belgien, Botswana, Elfenbeinküste, Frankreich, Deutschland, Indien, Kolumbien, Lettland, Liberia, Mexiko, Niger, Pakistan, Philippinen, Puerto Rico, Sambia, Schweden, Senegal, Togo, Türkei und USA.

    Zu den Aktivitäten gehörten Schulungen für weibliche Beschäftigte, die Vorführung von Filmen mit Informationen über die Situation bei Qatar Airways, Demonstrationen und Protestkundgebungen, Interviews, Podiumsdiskussionen, Konferenzen und die Veröffentlichung von Berichten über die Rolle weiblicher Beschäftigter in den Betrieben.

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