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ITF unterstützt Proteste gegen Unterdrückung von Gewerkschaften in Simbabwe
28 September 2006
In der vergangenen Woche gaben Demonstranten in Großbritannien im Rahmen eines internationalen Aktionstags ihrer Empörung über die gewaltsame Auflösung einer Gewerkschaftsdemonstration in Simbabwe Ausdruck. Auch die ITF war bei dem Protest vor der Botschaft Simbabwes in London (Großbritannien) zahlreich vertreten.
Der vom Internationalen Bund Freier Gewerkschaften (IBFG), dem Weltverband der Arbeitnehmer (WVA) und dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) organisierte Aktionstag war Ausdruck des Protests gegen das brutale Vorgehen der Polizei gegen Mitglieder des Gewerkschaftsdachverbandes von Simbabwe, ZCTU. Ziel der Polizeiaktion waren Mitglieder des ZCTU, die am 13. September an einer Demonstration teilgenommen hatten; 15 führende ebenso wie aktive Mitglieder von der Basis wurden anschließend auf der Polizeiwache Matapi in der Hauptstadt Harare gefoltert.
Die Demonstranten in Simbabwe forderten von der Regierung die Einhaltung international anerkannter Arbeitsnormen, die die Regierung eigenen Angaben zufolge respektiert, und dem Verzicht auf Schikane gegen Mitglieder und Spitzenvertreter/innen des ZCTU. Ferner forderten sie, die gegen 30 aktive Mitglieder des ZCTU im Rahmen von strafrechtlichen Verfahren, die am 3. Oktober vor Gericht verhandelt werden sollen, erhobenen Klagen zurückzuziehen und auf weitere rechtliche Schritte gegen den ZCTU im Zusammenhang mit der Demonstration vom 13. September zu verzichten.
IBFG-Generalsekretär Guy Ryder erklärte in einer Stellungnahme: "Die Regierung Simbabwes verstößt immer wieder gegen die grundlegenden Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zum Schutz der Gewerkschaftsrechte, die sie aus freiem Willen unterzeichnet hat. Diese jüngsten Zwischenfälle, darunter die schwerwiegenden Verletzungen, die führende Mitglieder des ZCTU im Polizeigewahrsam erlitten, werden in einer detaillierten und äußerst dringlichen Beschwerde gegen die Regierung von Simbabwe, die in der vergangenen Woche bei der IAO eingereicht wurden, im Einzelnen dargelegt."
Die internationale Gewerkschaftsbewegung denkt über weitere Schritte nach, wie der Druck auf die Regierung Simbabwes weiter verstärkt werden kann, um sie zur Einhaltung international anerkannter Arbeitnehmer/innenrechte zu bewegen.
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