Südkorea: ITF-Gewerkschaften protestieren gegen die Verfolgung von Gewerkschaftsmitgliedern

Die ITF-Gewerkschaften haben ihre Kampagne gegen die Verfolgung von zwei führenden südkoreanischen Gewerkschaftsmitgliedern während der Winterolympiade in Pyeongchang ausgeweitet.

KCTU-Präsident Han Sang-gyun sitzt seit Juli 2016 wegen seiner Teilnahme an der Volkskundgebung am 14. November 2015 hinter Gittern, und KCTU-Generalsekretärin Lee Young-joo steht wegen des Protests ebenfalls unter Anklage. 

In Briefen an den Präsidenten Moon Jae-in fordern ITF-Mitgliedsorganisationen die Freilassung von Han Sang-gyun und die Aufhebung aller Klagen gegen Lee Young-joo. 

Am 9. Februar 2018 werden ITF-Gewerkschaften zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele Proteste vor den koreanischen Botschaften in ihren Ländern organisieren. 

Dazu ITF-Generalsekretär Stephen Cotton: "Han Sang-gyun und Lee Young-joo haben nichts anderes getan, als ihr demokratisches Recht auf Vereinigungsfreiheit und friedliche Versammlung wahrzunehmen, als sie gegen die repressiven Arbeitsrechtsreformen der ehemaligen Regierung unter Präsidentin Park Guen-hye protestierten, die einer weiteren Ausbreitung ungeschützter Arbeitsverhältnisse Vorschub leisteten."

"Die UN-Arbeitsgruppe Willkürliche Inhaftierung und die IAO haben beide die Regierung Südkoreas unter Präsident Moon Jae-in aufgefordert, alle Hebel für die Freilassung von Han Sang-gyun und die Aufhebung der Klagen in Bewegung zu setzen. ITF-Gewerkschaften müssen sich jetzt Gehör verschaffen, wo die Augen der Welt auf Südkorea gerichtet sind."

  • Schickt eine Protestnote an Staatspräsident Moon.
  • Beteiligt euch am Aktionstag für die Freilassung von Han Sang-gyun und Lee Young-joo am 9. Februar – dem Eröffnungstag der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang in Südkorea: Nehmt am 9. Februar Kontakt zu anderen Gewerkschaften auf, auch Mitgliedsorganisationen des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) und der Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD), organisiert eine Protestveranstaltung und reicht eine Protestnote bei der südkoreanischen Botschaft in eurem Land ein.

 

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