Neuseeland: Toll-Beschäftigte erreichen neuen Tarifvertrag

Die in der ITF-Gewerkschaft FIRST Union organisierten Beschäftigten haben diese Woche den ITF-Rahmentarifvertrag für Toll sinnvoll umgesetzt und eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der ein langer Streit über gleiche Gehälter und Gelegenheitsbeschäftigte endlich beigelegt wird.

Mit dem neuen Vertrag werden bestehende Vereinbarungen mit Toll Logistics und Toll Customised Solutions konsolidiert und gelten nun für die gesamte Nordinsel. Bisher war das Thema der Lohngleichheit zwischen beiden Unternehmenseinheiten noch sehr strittig. Die – vorwiegend weibliche – Belegschaft von Toll Customised Solutions wurde traditionell schlechter als die von Toll Logistics bezahlt, die zum Großteil aus Männern besteht. Nun gelten für alle Beschäftigten gleiche Gehaltsstufen, beginnend mit dem Mindestlohn.
 
Ebenfalls im Vertrag enthalten ist die Umwandlung der Beschäftigungsverhältnisse von Gelegenheitsarbeiter/innen in unbefristete Arbeitsverträge nach sechs Monaten Tätigkeit im Unternehmen. Bislang konnten Arbeitskräfte über Drittfirmen mehrere Jahre lang befristet beschäftigt werden.
 
ITF-Generalsekretär Steve Cotton lobte die Arbeit von FIRST Union und die Durchsetzungskraft der Belegschaft: „Arbeitsverträge auf globaler Ebene können sich mit starker Unterstützung und Entschlossenheit in echten, nachhaltigen Gewinnen für die Beschäftigten niederschlagen. Wir wissen, dass von einer Zusammenarbeit in diesem Bereich der Sektor als Ganzes profitiert. Die gute Nachricht von unseren Freunden in Neuseeland sollte gefeiert werden.
 
ITF und Toll haben sich für die echte Vertretung und Verhandlungen eingesetzt. Wir sind sicher, dass in den nächsten Monaten und Jahren immer mehr solcher Verträge auf nationaler Ebene geschlossen werden.”
 
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