OPT SATAWU
Im Mittelpunkt des Workshops standen die Auswirkungen von Schnellbussystemen

ITF-Gewerkschaften für menschenwürdige Arbeitsplätze im öffentlichen Verkehrssektor

ITF-Gewerkschaften in Afrika planen gemeinsame Maßnahmen zur Förderung menschenwürdiger Beschäftigungsbedingungen im öffentlichen Verkehr.

Elf Gewerkschaften aus acht afrikanischen Ländern nahmen vom 24. bis 26. April 2018 in Daressalam (Tansania) am regionalen Vernetzungsworkshop zum Thema Schnellbussysteme (Bus Rapid Transit – BRT) teil, der von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) unterstützt wurde.

BRT wird in Afrika als städtisches Nahverkehrssystem von internationalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank gefördert.

Die Sitzung lief im Rahmen des ITF-Programms Unser öffentlicher Verkehr (Our Public Transport – OPT), das auf öffentliches Eigentum, öffentliche Investitionen, sichere Arbeitsplätze und Gewerkschaftsrechte für die Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern setzt, und befasste sich mit den folgenden zentralen Themen:

  • Gewerkschaftsvernetzung bei der Einführung von Schnellbussystemen in Afrika, insbesondere im Hinblick auf bewährte Praktiken bei der Auseinandersetzung mit wichtigen Akteuren und Entscheidungsträgern. Für eine Abschätzung der Arbeitsmarktauswirkungen von BRT-Systemen in Nairobi bitte hier klicken. 
  • Untersuchung der Folgen von BRT für Arbeitnehmer/innen im informellen und formellen Sektor sowie für weibliche Beschäftigte
  • Erfahrungsaustausch über Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung über BRT und die Organisierung der Beschäftigen im öffentlichen Verkehr
  • Erfahrungsberichte aus Ländern, in denen Schnellbussysteme eingeführt wurden bzw. werden
  • Planung der weiteren Zusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren

Die Sitzungsteilnehmer/innen gaben ferner eine Solidaritätserklärung mit dem von der South Africa Transport and General Workers' Union (SATAWU) ausgerufenen Streik des Busfahrpersonals heraus.

An der Sitzung nahmen auch wissenschaftliche Experten für die Auswirkungen der Einführung von BRT-Systemen auf die Beschäftigten in der Minibus-Branche (Daladala) teil.

Die stellvertretende ITF-Regionalsekretärin für Afrika Anna Karume erklärte: "Diese Sitzung macht deutlich, dass die Gewerkschaften in Afrika bereit sind, für eine Vision des öffentlichen Verkehrs zu kämpfen, der den Interessen der Beschäftigten, Gewerkschaften, Fahrgäste und der Umwelt gleichermaßen dient."

Mehr dazu in den sozialen Medien unter #OurPublicTransport oder auf der ITF-Webseite

 

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