ITF-Führungskräfteschulung für weibliche Beschäftigte im Matatu-Sektor Nairobis

Schaffnerinnen und Kontrolleurinnen in der informellen Matatu-Branche in Nairobi (Kenia) kamen in der vergangenen Woche zu einem Workshop zusammen, der auf die Stärkung der Führungskompetenzen von Frauen im Zusammenhang mit der Einführung des Schnellbussystems (BRT) abzielte.

An der ITF-Führungskräfteschulung für Frauen vom 4. bis 6. Oktober 2017 nahmen 15 Frauen aus den beiden ITF-Gewerkschaften Public Transport Operators Union (PUTON) und Matatu Workers' Union (MWU) teil. Zu den weiteren Teilnehmerinnen gehörten jeweils eine Vertreterin der ATGWU in Uganda, die im Rahmen der ITF-Kampagne Unser öffentlicher Verkehr als beratende Organisation am ITF-Projekt in Nairobi mitwirkt, und der Initiative FLONE, einer Nicht-Regierungsorganisation, die weibliche Beschäftigte im öffentlichen Verkehrssektor unterstützt.

Der Workshop umfasste die folgenden Elemente:

  • Austausch über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen bei der Arbeit, insbesondere sexuelle Nötigung und Belästigung, mangelnder Respekt und Diskriminierung, Schikanen durch die Polizei, örtliche Behörden ("Askaris"), Kollegen und Fahrgäste;
  • Informationen über das Schnellbussystem (BRT) und dessen geplante Einführung in Nairobi;
  • die Bedeutung der Bündnisbildung für die Stärkung der Rolle der Frauen, einschließlich des Inhalts von Bündnissen und Wegen zu deren Aufbau;
  • Vermittlung von Führungskompetenzen sowie Hindernisse bei der Organisierung und Gewinnung weiblicher Beschäftigter im informellen Sektor als Gewerkschaftsmitglieder;
  • Informationen über die ITF und die Koordinierung von Maßnahmen ihrer Mitgliedsorganisationen zur Bewältigung der Probleme, mit denen weibliche Verkehrsbeschäftigte weltweit konfrontiert sind, sowie zur Verbesserung des Erwerbslebens weiblicher Beschäftigter und Entwicklung des Aktivismus von Frauen;
  • Erläuterung der ITF-Charta für informelle Beschäftigung und Vorführung des Films.

Claire Clarke, die stellvertretende ITF-Beauftragte für weibliche Verkehrsbeschäftigte und Gleichstellung, erklärte: "Es ist elementar, dass Frauen an der Gestaltung öffentlicher Verkehrsdienste beteiligt sind, und der Aufbau genderbasierter und sonstiger Bündnisse ist ein wesentliches Element, um dies zu erreichen."

"Die Teilnehmerinnen des Workshops freuten sich darauf, die auf dem Workshop gewonnenen Erkenntnisse in ihre Gewerkschaften zu tragen und ihre neu erworbenen Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen."

Die Teilnehmerinnen entwickelten ferner einen Maßnahmenplan für die Integration von Genderaspekten in die ITF-Tätigkeit zum BRT-System in Nairobi.

Der Workshop war Teil des ITF-Schwerpunktprogramms Unser öffentlicher Verkehr, das sich für öffentliche Verkehrssysteme auf der Basis öffentlichen Eigentums, öffentlicher Investitionen, sicherer Arbeitsplätze und von Gewerkschaftsrechten für Beschäftigte bei öffentlichen und privaten Arbeitgebern einsetzt. Mehr dazu hier.

Lies die neue ITF-Broschüre über die Organisierung informell Beschäftigter. Sie ist auf Englisch, Französisch und Spanisch erhältlich.

Informiere dich über das Engagement der ITF gegen Gewalt an Frauen auf der ITF-Kampagnenseite und im Blog. Beteilige dich an der Debatte in den sozialen Medien unter dem Hashtag #VAW.

 

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