Das ist auch unsere Welt! ITF-Frauenkonferenz setzt ein starkes Zeichen

Auf einer zukunftsweisenden Konferenz bekräftigten weibliche Verkehrsbeschäftigte in der vergangenen Woche ihr Engagement für Klimagerechtigkeit, die Beendigung von Gewalt an Frauen und die Sicherung einer menschenwürdigen Zukunft für weibliche Beschäftigte im Verkehrssektor.

Die Vertreterinnen von ITF-Gewerkschaften waren auf Einladung der ITF-Mitgliedsorganisation UMT zur viertägigen ITF-Konferenz für Arbeitnehmerinnen in der Verkehrswirtschaft in Marrakesch (Marokko) zusammengekommen. Die Konferenz ist die jüngste ITF-Veranstaltung im Rahmen der Weichenstellungen für den ITF-Kongress, in deren Rahmen alle Fachsektionen, Regionen und Abteilungen der ITF zusammentreten, um den Kurs und die zentralen Schwerpunkte der Föderation im Vorfeld des ITF-Kongresses festzulegen, der im kommenden Jahr in Singapur stattfinden wird.

In einer Botschaft an die zeitgleich in Bonn (Deutschland) tagende Weltklimakonferenz COP23 forderten die Konferenzteilnehmerinnen den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, um Klimagerechtigkeit und Geschlechtergleichstellung voranzutreiben. Weitere Einzelheiten hier

Unter der Überschrift "This is our world too!" (Das ist auch unsere Welt!) initiierte Seefrau Jasmin Labarda von der philippinischen Gewerkschaft AMOSUP eine Aktion gegen geschlechtsspezifische berufliche Segregation im Verkehrssektor. Die Delegierten posteten Selfies unter dem Slogan und riefen Frauen auf, sich nicht von einer Berufstätigkeit im Verkehrssektor abschrecken zu lassen, sei es direkt durch Einstellungs- und Beförderungspolitiken oder -praktiken oder indirekt durch nicht den Normen entsprechende Bedingungen oder die inakzeptable Behandlung weiblicher Beschäftigter. Diese systematischen Barrieren seien kennzeichnend für die vorherrschende Kultur, die weltweit von Managern, Behörden, Kunden und Kollegen aufrechterhalten wird.

Jasmine erklärte: "Ich fahre seit 17 Jahren zur See. Ich hätte es einfach dabei belassen und mit meiner eigenen beruflichen Laufbahn zufrieden sein können, ohne mich um andere Seefrauen zu scheren. Aber noch immer scheitern viel zu viele Frauen an einer Karriere auf See und werden auch in Zukunft daran scheitern, aufgrund von Diskriminierung, Mobbing und Belästigung. Mein Traum ist, dass Frauen einen Arbeitsplatz auf See als sicher und offen für beide Geschlechter empfinden."

"Wir schreiben das Jahr 2017 und ich habe genug davon, ständig gesagt zu bekommen, dass ich in einer Männerwelt arbeite. Das ist auch unsere Welt, und wir haben definitiv die Macht, einen Wandel herbeizuführen!"

Die laufende ITF-Kampagne gegen Gewalt an Frauen am Arbeitsplatz, zu Hause und in ihrem sozialen Umfeld war ein Schwerpunkt der Konferenz. Dabei ging es auch um das Engagement für ein neues Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Gewalt und Belästigung gegen Frauen und Männer am Arbeitsplatz. Weitere Infos unter: ITFendvaw.org

Direkt auf der Konferenz gepostete Inhalte erreichten mehr als drei Millionen Social-Media-Accounts. @ITF_Women

Die nächste Etappe der Weichenstellung für den ITF-Kongress ist die Regionalkonferenz für die Amerikas, die am 24. November in Cartagena (Kolumbien) stattfindet. Verfolge die aktuellen Berichte von der Veranstaltung auf den Social Media-Kanälen ITFfacebook/ITFAmericas und @ITF_Americas auf Twitter.

 

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