ITF begrüßt BBC-Bericht über Missstände in der IKEA-Lieferkette

Die ITF hat einen BBC-Enthüllungsbericht über Ausbeutung in der Lieferkette von IKEA mit großem Beifall aufgenommen. Jahrelang hatten sich Gewerkschaften dafür eingesetzt, den für das Unternehmen arbeitenden Lkw-Fahrer/innen zu ihrem Recht zu verhelfen und die bestehenden Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen.

Der auf den Fernseh-, Radio- und Online-Kanälen der BBC ausgestrahlte Bericht schildert die Situation von Berufsfahrer/innen, die schlecht bezahlt werden, obwohl sie in der Regel in Hochlohnländern mit wesentlich höheren Lebenshaltungskosten arbeiten, und unter haarsträubenden Bedingungen in ihren Lkw leben, essen und schlafen. 

Ein Bündnis von ITF-Gewerkschaften war federführend daran beteiligt, die Lebensbedingungen der Fahrer/innen während der oft Monate dauernden Transporte von IKEA-Produkten in mehreren europäischen Ländern zu enthüllen. An den Maßnahmen der letzten Monate waren die Gewerkschaften BTB (Belgien), CGT (Frankreich), FNV (Niederlande), Svenska Transportarbetareförbundet (Schweden), Teamsters (USA), TWU (Australien), Unite the Union (Großbritannien), ver.di (Deutschland), 3F (Dänemark) und die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF), der europäische Arm der ITF, beteiligt. 

Am 23. Februar 2017 schritten die Gewerkschaften zur Aktion und forderten IKEA auf, Verantwortung für die Ausbeutung in seiner Lieferkette im europäischen Straßentransport zu übernehmen.

Dazu der Leiter der ITF-Binnenverkehrssektionen Noel Coard: "Seit Jahren setzen wir uns für die Rechte dieser Fahrer ein. Dies ist ein wichtiger Bericht über ein unglaublich wichtiges Thema. Die schockierenden Bedingungen, die da auf den Bildschirmen gezeigt werden, müssen ein Ende haben. Große Einzelhändler wie IKEA müssen Verantwortung übernehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Worauf warten sie noch?"

Hier der BBC-Bericht.

Weitere Informationen zum Thema unter #therealIKEA auf den sozialen Medien.

 

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