Spanische Hafengewerkschaften setzen Beschäftigungszusagen durch

Nach einer schlagkräftigen Kampagne, die von Hafenbeschäftigten in aller Welt unterstützt wurde, haben die spanischen Docker eine bedeutsame Einigung mit dem Verband der Hafenarbeitgeber ANESCO bekanntgegeben, die allen derzeit in Arbeitskräftepool beschäftigten Kolleg/innen Beschäftigungssicherheit bietet.

Alle Parteien werden nun in Verhandlungen um die fünfte Rahmenvereinbarung eintreten – ein Kollektivvertrag auf nationaler Ebene – mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der spanischen Häfen zu steigern. Diese Gespräche werden voraussichtlich in der kommenden Woche beginnen.

Aufgrund dieses Durchbruchs haben die Gewerkschaften geplante Streiks bei den Hafenunternehmen, die der ANESCO angeschlossen sind und sich zur Teilnahme an konstruktiven Verhandlungen bereit erklärt haben, abgesagt. Anlass zur Sorge bereitet jedoch nach wie vor die Zukunft der Hafenbeschäftigten in den kleineren Häfen Spaniens.

Paddy Crumlin, ITF-Präsident und Vorsitzender der ITF-Sektion Häfen erklärte: "Eine starke und geschlossene Gewerkschaftsbewegung, die sehr öffentlichkeitswirksam von Hunderten von ITF-Hafengewerkschaften rund um den Globus unterstützt wurde, hat das Versprechen der Vollbeschäftigung und den Beginn ernsthafter Gespräche über Wege zur dauerhaften Sicherheit und Weiterentwicklung der spanischen Häfen durchgesetzt. Wir werden den Fortschritt dieser Verhandlungen im Auge behalten und aufmerksam beobachten, was mit den Beschäftigten in den kleineren Häfen passiert. Die spanischen Hafenbeschäftigten haben hart für diesen Erfolg gekämpft, aber der Kampf gegen Gewerkschaftsfeindlichkeit ist noch nicht zu Ende. Wir werden unseren spanischen Kolleginnen und Kollegen bis zum Schluss zur Seite stehen."

Hier die gemeinsame Erklärung der Gewerkschaften und der ANESCO (auf Spanisch). 

 

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