ITF-Gewerkschaften gestalten die Zukunft der Arbeit im Verkehrssektor

Eine Gruppe von mehr als 20 aktiven ITF-Mitgliedern traf in Stockholm (Schweden) erstmals zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch über neue Formen der Arbeit, wie Automatisierung und Plattformarbeit, zusammen.

In der Arbeitsgruppe Automatisierung waren Beschäftigte aus mehreren ITF-Regionen und Verkehrssektoren vertreten.

Der stellvertretende ITF-Generalsekretär Rob Johnston erklärte zur Eröffnung der Sitzung: "Die ITF muss innovieren, intervenieren und inspirieren, wenn wir sicherstellen wollen, dass die Beschäftigten Nutznießer des künftigen Wandels sein werden."

Professor Bo Dahlbom von der Universität Göteborg prognostizierte in seinem Vortrag eine Zukunft auf der Grundlage von Daten, auf die über eigens entwickelte Plattformen zugegriffen wird.

"Gewerkschaften müssen ihre digitalen Kompetenzen ausbauen und auf globaler Ebene kooperieren, um sich diesem Wandel zu stellen," so Dahlborm.

"Wenn wir nicht auf diesen Zug aufspringen und initiativ werden, wird es jemand anderes tun."

Auch Luciano Patricio Salomon von der Asociación Señaleros Ferroviarios Argentinos (ASFA) war der Meinung, dass die ITF-Gewerkschaften neue Technologien nicht bekämpfen können. Sie dürften aber auch nicht tatenlos zuschauen, sondern müssten Akteure des Wandels sein.

Frederik Söderqvist von der Unionen, der größten schwedischen Gewerkschaft im privaten Sektor, forderte die Gewerkschaften auf, ihre Kollektivverträge zu digitalisieren, um sie für neue digitale Unternehmen leichter zugänglich zu machen.


Ed Santos von der Associated Marine Officers and Seamen's Union of the Philippines (AMOSUP) schilderte den Einsatz von Automatisierung zum Nutzen der Beschäftigten: Seine Gewerkschaft digitalisiert gerade die Daten von Seeleuten in den Philippinen, um Arbeitgebern die Einstellung zu erleichtern.

Die Arbeitsgruppe plant weitere Treffen, um an der Entwicklung einer Strategie zur Zukunft der Arbeit in der Verkehrswirtschaft für den ITF-Kongress im Oktober 2018 und darüber hinaus mitzuwirken.

Berichte, Fotos, Interviews und Videos von der Veranstaltung sind auf Facebook und Twitter gepostet.

 

Kommentare hinzufügen

Alle Kommentare