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33 Gewerkschaften waren auf der Konferenz vertreten

ITF-Regionalkonferenz Arabische Welt im Zeichen der Weichenstellung für den ITF-Kongress

"Eine lebendige und dynamische Veranstaltung, auf der ein klares Arbeitsprogramm bis zum Kongress im Jahr 2018 festgelegt wurde."

So lautet die Bilanz der ITF-Regionalkonferenz Arabische Welt, die am Freitag in Tunesien zu Ende ging.

255 Delegierte von 33 Gewerkschaften aus 12 Ländern hatten daran teilgenommen.

Über eine halbe Million Menschen hatten darüber hinaus von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, online zu Berichten, Fotos und Video-Interviews von der Veranstaltung Stellung zu nehmen, die zum großen Teil von den Teilnehmer/innen selbst gepostet wurden.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Konferenz gehörte ein Entschließungsantrag zur Unterstützung palästinensischer Beschäftigter. Die zweite Phase des von der kanadischen Gewerkschaft Unifor geförderten Hilfsprojekts fürs palästinensische Berufsfahrer/innen an Grenzübergängen wurde befürwortet, ebenso wie ein neuer ITF-Solidaritätsfonds für Palästina.

Die Delegierten legten sich ferner fest, die Vertretung junger Arbeitnehmer/innen aus der Region auf dem ITF-Kongress in Singapur im Jahr 2018 und bei allen weiteren ITF-Aktivitäten sicherzustellen. In diesem Zusammenhang wurde auch die notwendige Anpassung der Gewerkschaftsstrukturen für die Einbindung junger Beschäftigter thematisiert. Über 40 Prozent der Delegierten der Regionalkonferenz waren unter 35 Jahre alt. Darunter war auch Meryam Abassi von der Fédération Nationale des Transports in Tunesien. Sie erklärte: "Auf dieser Veranstaltung ist mir wirklich klar geworden, welche Unterstützung meine Gewerkschaft auf internationaler Ebene genießt. Wir haben in der arabischen Welt eine starke regionale Identität, aber wir sind auch Teil einer globalen Familie mit dem Potenzial, Entscheidungsträger zu beeinflussen und für die Beschäftigten echte Verbesserungen zu erzielen."

Die Konferenz beschloss ferner, die Ratifizierung eines IAO-Übereinkommens zum Schutz weiblicher Verkehrsbeschäftigter vor Gewalt voranzutreiben und Gewerkschaftsmitglieder für das Thema Gewalt am Arbeitsplatz zu sensibilisieren.

Die Delegierten verurteilten den globalen Terrorismus und waren sich darin einig, dass die Regierungen dazu gedrängt werden müssen, der Diskriminierung von Verkehrsbeschäftigten aus der arabischen Welt bei der Gewährung von Landgang und Visaerteilungen einen Riegel vorzuschieben.

Die nächste in der Reihe der ITF-Veranstaltungen unter der Überschrift Weichenstellung für den Kongress ist die Sektionskonferenz Zivilluftfahrt, die am 9. März in London (Großbritannien) beginnt. Am 28. März wird dann die Konferenz für junge Verkehrsbeschäftigte in Argentinien eröffnet. Verfolge die aktuellen Nachrichten von den Veranstaltungen mit dem ITF-Hashtag #WeAreITF.

 

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