Generalstreik in Israel: Verkehrsbeschäftigte legen Flughafen lahm

Nachdem das Pharmaunternehmen Teva, ein großer Arbeitgeber, 14.000 Entlassungen in Israel und weltweit angekündigt hatte, legten streikende Beschäftigte aus allen Sektoren am 17. Dezember weite Teile der israelischen Wirtschaft lahm.

Zahlreiche Arbeitnehmer/innen im öffentlichen und privaten Sektor, darunter auch Hafen- und Flughafenbeschäftigte, unterstützten den vierstündigen Streik. Der Betrieb am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv kam zum Stillstand. Auch Regierungsbehörden und Versorgungsunternehmen sowie Einrichtungen im Finanz-, Technologie- und Gesundheitssektor waren betroffen.

Der nationale Gewerkschaftsdachverband Histadrut, der dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) angeschlossen ist, hatte zu der Aktion aufgerufen, um die Regierung zur Unterstützung der israelischen Wirtschaft und zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit aufzufordern. Die Beschäftigten, so die Gewerkschaft, seinen keine "Zahlen in Excel-Tabellen". Die Regierung müsse Unternehmen, die die Beschäftigung ankurbeln und in Israel investieren, Mittel zur Verfügung stellen, um Entlassungen zu reduzieren und die Schließung von Produktionsstätten zu verhindern.

Der Vorsitzende der Histadrut Avi Nissenkoren erklärte: "Entlassungen müssen in der gesamten privaten und öffentlichen Wirtschaft Israels das letzte Mittel und nicht das erste sein. Wir erleben jetzt eine breite öffentliche Mobilisierung, von der ein klares Signal ausgeht."

"Im Kampf um das soziale Gesicht des Staates Israel sind wir alle entschlossen und einig," so sein Fazit.

 

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