Erfolgreiche Gewerkschaftskampagne: Nermin Al-Sharif erhält ihren Pass zurück

Nach der breiten Unterstützung eines Aufrufs von ITF und LabourStart hat die libysche Gewerkschaftsvorsitzende Nermin Al-Sharif ihren Pass zurückerhalten, sodass sie nun uneingeschränkt reisen kann.

Nermin, die Generalsekretärin der der ITF angeschlossenen Gewerkschaft der Hafenbeschäftigten und Seeleute Libyens, war mehrere Stunden lang festgehalten worden. Zudem war ihr Reisepass beschlagnahmt worden, was sie an der Teilnahme an einer internationalen Veranstaltung von ITF-Aktivistinnen in Marokko hinderte. Sie ist Zielscheibe fortgesetzter Angriffe, bis hin zu einem Anschlag auf ihr Leben vor kurzer Zeit.

Die Kampagne von ITF und LabourStart wurde von über 6.800 Menschen aus 141 Ländern und Gebieten unterstützt.

Nermin erklärte in einer Stellungnahme: "Dank der ITF und ihrer Mitglieder habe ich mich nicht allein gefühlt. Aufgrund dieser Flut von Solidaritätsbotschaften mussten die Behörden, die gegen mich vorgingen, sich mit mir an einen Tisch setzen, mich anhören und mir letzten Endes versichern, dass ich jetzt frei bin. Die schnelle Reaktion der ITF-Familie hat mir wirklich Kraft gegeben. Lang lebe die ITF."

Der ITF-Regionalsekretär für die arabische Welt Bilal Malkawi sah die Kampagne als ausschlaggebend für diese Entwicklung. Sie sei ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür, dass die globale ITF-Familie die Unterdrückung und Verfolgung von Gewerkschafter/innen, die sich legal engagieren, nicht dulden werde. Er hoffe, dass dies den Beginn eines grundlegenden Wandels im Verhalten der libyschen Behörden markiere.

Im November gaben Vertreter/innen von der ITF angeschlossenen Hafen- und Seeleutegewerkschaften eine gemeinsame Erklärung heraus, in der sie forderten, dass Nermin unverzüglich ihren Pass zurückerhält, ohne Einschränkungen ihrer Arbeit nachgehen kann und unter Regierungsschutz gestellt wird.

 

Kommentare hinzufügen

Alle Kommentare