US-amerikanische und europäische Gewerkschaften protestieren gemeinsam gegen Gewerkschaftsfeindlichkeit bei XPO

Um auf die Gewerkschaftsfeindlichkeit des Logistikunternehmens XPO aufmerksam zu machen, haben Vertreter/innen von ITF-Gewerkschaften aus Europa gemeinsam mit Beschäftigten und Teamsters-Funktionär/innen am 11. Mai 2016 eine historische gemeinsame Protestaktion vor der Jahreshauptversammlung des Unternehmens in Connecticut (USA) durchgeführt.

Eine Delegation der Beschäftigten und Gewerkschaftsfunktionär/innen erschien auch auf der Jahreshauptversammlung und forderte ein Gespräch über die Anliegen und Probleme der Beschäftigten, nachdem das Gesuch um ein Treffen mit Bradley Jacobs, dem größten Anteilseigner, Vorsitzenden und Generaldirektor von XPO, im Vorfeld der Jahreshauptversammlung ignoriert worden war.

Die ITF-Vertreter/innen – Mitglieder der Gewerkschaften CGT Transports (Frankreich), CFDT Transports (Frankreich), ACV-CSC Transcom (Belgien) und Unite the Union (Großbritannien) – nahmen nach der Jahreshauptversammlung an einer Pressekonferenz teil und unterzeichneten die Willenserklärung der XPO-Gewerkschaften, die solidarische Zusammenarbeit im Kampf gegen die Übergriffe des Unternehmens auf seine Arbeitskräfte fortzusetzen.  

Dazu Fred Rouaux, Straßentransportbeauftragter der CFDT Transports: "Heute ist etwas sehr Wichtiges passiert. Dem Bestreben des XPO-Vorsitzenden Bradley Jacobs, uns zu spalten, haben wir die Erklärung entgegengesetzt, dass es für die Beschäftigten bei XPO nur eine einzige Gewerkschaftsfamilie gibt. Wir lassen uns nicht spalten, weder heute noch irgendwann."

ITF-Generalsekretär Steve Cotton hob hervor, dass dies das erste Mal sei, dass dieses neue Netzwerk betroffener Beschäftigter gegen XPO aktiv werde. Das Unternehmen müsse jetzt zuhören und mit den Gewerkschaften reden.

Im April hatten sich XPO-Beschäftigte und Vertreter/innen US-amerikanischer und europäischer Gewerkschaften auf einen gemeinsamen strategischen Ansatz für den Schutz der Arbeitsnormen und die Achtung der Arbeitnehmer/innenrechte verständigt, um die von den Teamsters so genannte "globale Gier" des Unternehmens in die Schranken zu weisen. Die Gewerkschaften befürchten, dass XPO mit seinen aggressiven Fusions- und Übernahmeplänen nur maximale, kurzfristige Profite im Visier hat – auf Kosten von Arbeitsplätzen, Beschäftigungsbedingungen und Gewerkschaftsrechten.  

Lies den Artikel von Teamsters-Generalpräsident James Hoffa über die Proteste bei XPO. 

Hier ein Bericht der Teamsters-Gewerkschaft über die Aktion bei XPO.

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