XPO strategy meeting
Gewerkschaften und Beschäftigte geschlossen für den Schutz von Beschäftigungsnormen und Gewerkschaftsrechten bei XPO

Gemeinsame Strategieplanung von Gewerkschaften und Beschäftigten bei XPO Logistics

Vierundzwanzig Beschäftigte und Gewerkschaftsvertreter/innen bei XPO in Europa und den Vereinigten Staaten haben eine Strategie entwickelt, um angesichts der aggressiven Fusions- und Übernahmepläne des Logistikunternehmens gemeinsam für den Schutz der Beschäftigungsnormen und die Einhaltung von Gewerkschaftsrechten einzutreten.

An dieser ersten XPO-Strategiesitzung, die auf Einladung der ITF am 6. April in Paris stattfand, nahmen neun Gewerkschaften aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien und den USA teil. Sie erörterten den Geschäftsplan von XPO, seine derzeitigen Operationen und Übernahmen sowie seine Leitungsstrukturen und wichtigsten Investoren und tauschten sich über ihre jeweiligen Erfahrungen mit dem Unternehmen aus.

Sie befassten sich ferner damit, inwieweit die ITF-Kampagne für sichere Frachtsätze ("Safe Rates"-Kampagne) für ihre XPO-Strategie von Bedeutung sein könnte. Auf Grundlage der Kenntnisse, die die ITF in Bezug auf die internationale Vernetzung rund um einen gemeinsamen Arbeitgeber bereits gesammelt hat, entwickelten die Gewerkschaften einen Plan für XPO und vereinbarten den Aufbau eines Netzwerks als funktionale Plattform für ihre wechselseitige Kommunikation, Koordination und Solidarität.

Seit dem Jahr 2011 hat das US-amerikanische Logistikunternehmen XPO 16 Verkehrsunternehmen aufgekauft, darunter Norbert Dentressangle und Conway. Sein Umsatzvolumen ist seitdem von 177 Millionen auf 15 Milliarden US-Dollar hochgeschnellt. Bradley Jacobs – der größte Anteilseigner sowie Präsident und Vorstandsvorsitzender von XPO – will mit dieser Strategie immense Gewinne für sich selbst und die Investoren des Unternehmens erzielen.

Die Gewerkschaften und Beschäftigten bei XPO haben große Sorge, dass dieser Fokus auf kurzfristigen Profiten zu Stellenabbau, niedrigeren Löhnen und Leistungen, Sozialdumping (Lohndiebstahl) und der Verschlechterung von Sicherheitsnormen führen und zudem Gewerkschaftsfeindlichkeit und die Verweigerung von Arbeitsrechten nach sich ziehen wird.

Nick Weiner, der Leiter der Hafenkampagne bei der US-amerikanischen Teamsters-Gewerkschaft, erklärte: "Dieses erste Strategietreffen zu XPO war ein wahrhaft inspirierender Erfolg. Nachdem wir feststellten, dass unsere Gewerkschaften mit denselben Sorgen und Herausforderungen konfrontiert sind, um eine gerechte Zukunft für die Beschäftigten bei XPO in unseren jeweiligen Ländern zu sichern, erkannten wir, dass wir uns zusammentun müssen, um Gerechtigkeit für alle XPO-Beschäftigten zu erreichen. Ich bin sicher, dass uns eine solche Solidarität zum Erfolg führen wird."

Wie Alain Sutour von der französischen Gewerkschaft CGT Transports, der das Treffen leitete, berichtete, entwickelten die teilnehmenden Gewerkschaften in Weiterführung des Geistes des ITF-Kongresses konkrete Maßnahmen, wie sich die Beschäftigten innerhalb des Unternehmens zur Wehr setzen können. Die Leitung des multinationalen Unternehmens werde merken, dass sie es von nun an mit einer geeinten Front von Beschäftigten unterschiedlicher Nationalitäten zu tun bekomme.

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