ITF-Delegation verurteilt die Entführung von Schülerinnen und Angriffe auf Beschäftigte in Nigeria

Anlässlich einer Veranstaltung in Nigeria zur Vorbereitung ihres Kongresses erklärte sich die ITF in dieser Woche solidarisch mit der internationalen Kampagne für die Freilassung der über 200 Schülerinnen, die von der Terrorgruppe Boko Haram entführt wurden.

Die Gruppe bekannte sich auch zu einem Bombenanschlag auf den zentralen Busbahnhof in der nigerianischen Hauptstadt Abuja, bei dem mehr als 300 Menschen ums Leben kamen, darunter neun Beschäftigte bei Busdiensten, die in der der ITF angeschlossenen National Union of Road Transport Workers (NURTW) organisiert waren.

Gewerkschaftsvertreter/innen aus ganz West- und Ostafrika kamen in dieser Woche in Abuja zusammen, um ihre Visa zu beantragen und sich auf den ITF-Kongress, der im August in Sofia (Bulgarien) stattfinden wird, vorzubereiten. Bei dieser Gelegenheit schlossen sie sich der Verurteilung von Boko Haram an, deren Verbrechen im vergangenen Monat internationale Aufmerksamkeit erregten.

Der Präsident der NURTW und Mitglied des ITF-Vorstandsmitglied Usman Yasin erklärte: "Als Gewerkschaftsmitglieder treten wir für Einheit in Afrika und Solidarität unserer Gemeinschaften ein. Wir wollen bessere Bedingungen für die Beschäftigten. Boko Haram ist eine spaltende Gruppe, die darauf aus ist, das tägliche Leben zu erschweren und einfache Menschen, Beschäftigte und Schulkinder in Angst und Schrecken zu versetzen. Es muss etwas unternommen werden, um dieses Klima der Angst und Einschüchterung zu beenden."

Vertreter/innen des ITF-Regionalbüros Afrika und der stellvertretende ITF-Generalsekretär Stuart Howard trafen am Ort des Bombenattentats mit dem Sekretär und Mitgliedern der NURTW zusammen, deren Kolleg/innen bei dem Anschlag getötet worden waren.

Fotos vom Busbahnhof und der ITF-Aktion können hier angeschaut werden >>

Während der ITF-Veranstaltung erhielten die Teilnehmer/innen auch vorbereitende Informationen für den ITF-Kongress und besuchten die Geschäftsstelle der NURTW, wo der Präsident ihnen einen Einblick in die Arbeit der Gewerkschaft gab. Unter anderem verfolgt die NURTW ein Wohnungsbauprojekt mit 250 Einheiten und bietet Schwangerschaftsfürsorge sowie eine Versicherung für Beschäftigte.

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