Weibliche Verkehrsbeschäftigte fordern ein Ende der Gewalt gegen Frauen

Mit einem Appell zur Unterstützung der Kampagne des ITF-Frauenausschusses gegen Gewalt an Frauen zuhause und am Arbeitsplatz ging am Sonntag, dem 12. Mai 2013, in Hongkong die ITF-Konferenz weiblicher Verkehrsbeschäftigter in der Region Asien/Pazifik zu Ende.

Anhand von Beispielen aus der Region setzten sich die Teilnehmerinnen mit Gewalterfahrungen weiblicher Verkehrsbeschäftigter auseinander. Eine Delegierte aus Indien schilderte den Fall einer Busschaffnerin, die von zwei Fahrgästen zusammengeschlagen wurde. Flugbegleiterinnen berichteten von sexueller Belästigung an Bord von Flugzeugen. Einige Delegierte beschrieben, wie sie sich innerhalb ihrer Gewerkschaften für die Ergreifung wirksamer Maßnahmen einsetzten, um solche Vorfälle in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern anzugehen.

Mary Liew von der singapurischen ITF-Mitgliedsorganisation SMOU erklärte: "Gewalt gegen Frauen kennt keine nationalen Grenzen. Sie geschieht in reichen und in armen Ländern. Auf der Frauenkonferenz wurde beschlossen, dass die ITF dieses Problem gemeinsam mit den ihr angeschlossenen Gewerkschaften in Angriff nimmt und ihre weltweite Kampagne vorantreibt. Dieses Thema geht alle an."

Die ITF-Koordinatorin für Frauenfragen Alison McGarry fügte hinzu: "Eine der zentralen Zukunftsaufgaben der ITF und der Männer und Frauen in unseren Gewerkschaften ist die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt."

Die zweitägige Frauenkonferenz tagte im Vorfeld der im Vierjahresturnus stattfindenden ITF-Regionalkonferenz, die am 14. Mai eröffnet wird und zu der 300 Delegierte erwartet werden.

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