Gewerkschaften fordern ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Am Internationalen Frauentag am 8. März erklärten sich Gewerkschafterinnen aus 27 Ländern auf der 57. Sitzung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW) der Vereinten Nationen zur konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Interessensgruppen bereit, um Regierungen zur Umsetzung von Maßnahmen zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen zu bewegen.

In einer von der ITF, dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), der Internationale der Öffentlichen Dienste (IÖD), der UNI Global Union, dem Canadian Labour Congress und der italienischen Confederazione Generale del Lavoro unterstützten Stellungnahme erklärten sie: "Wir sind empört über die seit Jahren anhaltenden Versuche seitens des Heiligen Stuhls und bestimmter Mitgliedstaaten, den demokratischen Konsensbildungsprozess zu torpedieren. Gewalt gegen Frauen existiert in allen Ländern und Gesellschaften und betrifft alle Gruppen von Frauen und Mädchen. Jedes dritte heute geborene Mädchen wird im Laufe seines Lebens in irgendeiner Form mit Gewalt konfrontiert sein. Wir appellieren an alle Mitgliedstaaten, sich auf Schlussfolgerungen zu verständigen, die nicht hinter bereits eingegangene internationale Verpflichtungen zurückfallen. Von dem, was wir hier tun, hängt das Leben von Frauen ab."

Dazu die ITF-Koordinatorin für Frauenfragen Alison McGarry: "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau die Zustimmung der Mitgliedstaaten für die Beendigung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen erhält. Dies wird die Umsetzung positiver Maßnahmenprogramme durch Regierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften gegen häusliche Gewalt und Gewalt am Arbeitsplatz sicherstellen."

In einer Solidaritätsbotschaft an die Mitglieder der türkischen Gewerkschaft TÜMTIS, die für die gewerkschaftliche Organisierung von DHL/Türkei und das Recht der DHL-Beschäftigten auf Beitritt zu einer Gewerkschaft ihrer Wahl kämpft, erklärte der ITF-Ausschuss für Arbeitnehmerinnen in der Verkehrswirtschaft: "Anlässlich des 8. März möchten wir erneut bekräftigen, dass wir eure Kampagne unterstützen und uns darauf freuen, den nächsten Internationalen Frauentag gemeinsam mit euch als anerkannter Gewerkschaft bei DHL/Türkei zu begehen."

Gewerkschaften in aller Welt beteiligten sich am Internationalen Frauentag. In Bangkok (Thailand) nahmen etwa 1.000 Beschäftigte an einer von der Women Workers' Unity Group, der State Enterprises Workers' Relation Confederation und der Friend of Women Foundation organisierten Kundgebung teil, um u. a. die Ratifizierung des IAO-Übereinkommens 183 über den Mutterschutz zu fordern. 

Weitere Informationen sind auf der ITF-Webseite zum Internationalen Frauentag bzw. zur ITF-Kampagne gegen Gewalt an Frauen eingestellt.

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